Seit 1970 trafen sich
Eisenbahnfreunde und Mitglieder des Deutschen Eisenbahn-Vereins
regelmäßig in Nienburg und informierten sich gegenseitig über
die regionale Eisenbahnszene und den Ausbau der
Museums-Eisenbahn in Bruchhausen-Vilsen. Außerdem fanden
Exkursionen zu Straßenbahnen und Kleinbahnen in der Umgebung
satt.
1975 konnte ein Raum im Gebäude der
Lokleitung des ehemaligen Bahnbetriebswerks Nienburg der
Deutschen Bundesbahn angemietet werden. Mit dem Clubraum und dem
Bau einer Modellbahnanlage nahm die Attraktivität der
wöchentlichen Zusammenkünfte insbesondere für Jugendliche zu.
Mit dem Abriss des Gebäudes 1979 ging dieser Abschnitt zu Ende,
die Modellbahnanlage wurde zersägt und später verschrottet.
Die Firma H. F. Wiebe kaufte
das Nienburger Gelände und sorgte auf unseren Wunsch dafür,
dass das ehemalige Heizungsgebäude stehen blieb, das wir dann
zu sehr günstigen Bedingungen mieten konnten. Die damit
verbundenen finanziellen Verpflichtungen führten am 4. 5. 1979
zur Gründung des Nienburger Eisenbahn- und
Modelleisenbahn-Clubs e. V. NIEMEC, der bald darauf dem BDEF
beitrat.
Mehr als fünf Jahre
benötigten wir, um aus der früheren Heizungsanlage unter
anderem durch den Ausbau von 11 Tonnen Schrott, Isolierung und
Neuinstallation von Elektro- und Wasserleitungen den Clubraum
samt Kaffeeküche herzurichten. Dessen Fertigstellung und damit
das Ende des ersten Bauabschnitts feierten wir mit vielen
Gästen am 8. und 9. 12. 1984 im Rahmen der „Nienburger
Modellbautage 1984“ mit Fahrbetrieb nach Fahrplan im
provisorisch hergerichteten Modellbahnraum, Fahrzeugausstellung
und Lokklinik.
Von der Steinhuder Meerbahn
konnten wir die Normalspur-Handhebeldraisine in ziemlich
desolatem Zustand erwerben, deren Restaurierung ein Clubmitglied
organisierte. 1986 war die Draisine betriebsbereit und erhielt
die Zulassung für DB-Gleise. Die Deutsche Bundesbahn gestattete
uns Draisinenfahrten auf der nur noch im Güterverkehr
befahrenen Strecke zwischen Lemke und Liebenau an verkehrsfreien
Wochenenden. Seitdem finden mehrmals im Jahr dort unsere
Draisinenfahrten statt. Manchmal sind wir auch auf anderen Strecken unterwegs.
Verschiedene Clubmitglieder
unternehmen manchmal auch Exkursionen zu eisenbahntechnisch
interessanten Zielen, zu Modellbahn-Messen und leider auch zu
Strecken, deren Stillegung schon beschlossen ist. Aus einer
solchen Exkursion entstand 1983 der Kontakt zum MEC Salzwedel
bzw. der Vorgänger-AG des DMV der DDR. Wir besuchen uns
gegenseitig und tauschen Erfahrungen beim Bau der
Modellbahnanlage aus. Am 14. 6. 2003 feierten wir in Salzwedel
20 Jahre Partnerschaft MEC Salzwedel - NIEMEC Nienburg in
großem Rahmen.
Nach der Fertigstellung des
Clubraums 1984 mussten sich die Modelleisenbahner unter uns noch
zwei Jahre gedulden, bis der Anlagenbau beginnen konnte.
Zwischendurch stand nur die mobile Kleinanlage „Juniorenanlage“
zur Verfügung, die Otto Kurbjuweit zusammen mit Jugendlichen
gebaut hatte, mit denen er dann die späteren FREMODUL–Normen
entwickelte. Wir beschlossen, die Modellbahnanlage in 2,20 Meter
Höhe zu bauen, damit darunter genügend Platz für Werkstatt
usw. vorhanden ist. Zwischen den Anlagenteilen verläuft ein 90
cm hoher Gang. Nach einem Wettbewerb einigten wir uns auf eine
Punkt-zu-Punkt-Anlage einer eingleisigen Hauptbahn mit
abzweigender Nebenstrecke in 2-Leiter Gleichstrom. Einzelheiten
wie die Lage der Schattenbahnhöfe wurden zwischendurch
verändert. Ebenso erfolgte die Umstellung auf
digitalen Fahrbetrieb. Seit 2002 wird der zweite Bauabschnitt
der Anlage nun modular weitergebaut.
In unregelmäßigen
Abständen erschien erst der „Nienburger Eisenbahn Brief“,
später der „NIEMEC-Brief“.
Am 16. & 17. Mai
2009 feierten wir unser 30. jähriges Jubiläum bei uns im
Club. Gäste waren zahlreich erschienen.